10. Lichtung

die würde der zinnober
Sound-Stream-Raumklangkonzert von „Studio Cinematique“ (Klavier und Geräusche) mit Kristallklangschalen von Pina Bettina Rücker und einer Lichtinstallation von Robert Seidel
Samstag, 28.4.2012, 21:00 Uhr, Anatomie-Hörsaal der Uni Leipzig, Liebigstraße 13
Einlass: 15 Minuten vor Beginn
„Studio Cinematique“ ist Komponieren in Echtzeit. Zwei Musiker lassen Musik aus dem Nichts entstehen, die wie komponiert scheint, jedoch aus dem Stehgreif, dem Jetzt entsteht. Manuel Stagars, „Head of Studio Cinematique“, ist Produzent, welcher sich in den späten 90er Jahren in Zürich mit einer enorm erfolgreichen Agentur für Werbemusik einen Namen gemacht hat und dann nach Los Angeles ausgewandert ist. Dort traf er auf den Komponisten Daniel Smutny. Beide fanden sich mehrfach zu Produktionen und Konzerten in L.A. zusammen, wobei Stagars eine originelle und individuelle Elektronik aus bis zu acht Diktaphonen spielt, die gleichzeitig in Sekundenschnelle eingelegt und miteinander zu einem dichten assoziativen Stream gemischt werden. Smutny spielt Klavier und Computer. Ein „Musikkassetten-DJ“ und ein klavierspielender Komponist lassen erleben, was passiert, wenn Assoziationen freier Lauf gelassen wird, wenn klassische Musik auf hörspielähnliche Geräusche trifft, wenn warme, handgemachte LoFi-Elektronik und „Neue Klassik“ auf dem Klavier miteinander auf höchst subtile Art und Weise miteinander kommunizieren. An diesem Abend spricht „studio cinematique“ zu den zugleich metaphysisch wie sinuston-elektronisch klingenden Kristallklangschalen der Künstlerin Pina Bettina Rücker.
Die Musik interagiert mit einer aufwendigen Lichtinstallation, die vom renommierten Visualartist, Filmemacher und Lichtdesigner Robert Seidel speziell für den wundersam erhabenen „Amphitheater-Hörsaal“ der Anatomie geschaffen wurde. Lassen Sie sich von „der Würde der Zinnober“ verzaubern!
Anmerkungen