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Organisatorische Begehung Part 1: Völkerschlachtdenkmal

Heute gegen Mittag trafen sich das Sinwald Team mit dem Künstler Robert Seidel und dem Direktor des Völkerschlachtdenkmals Steffen Poser zur Begehung des Denkmals. Sonntag Abend (29.04.2012) wird hier zum Abschluss des Festivals ein Soundwalk mit Musik von Luigi Nono und  Hannes Seidl stattfinden.

Für die Veranstaltung wird Robert Seidel eine Lichtinstallation auf die monumentalen Statuen projizieren. Aus diesem Grund interessierte er sich insbesondere für die Größe des Raums, die Lichtsituation zum Zeitpunkt des Soundwalks und Möglichkeiten, die Projektoren zu platzieren. Da gab es Einiges zu koordinieren. Schließlich braucht eine so aufwendige Lichtinstallation viel Vorbereitungszeit, darf dabei jedoch nicht die Besucher, die zu den regulären Öffnungszeiten da sein werden, behindern. Robert Seidel nutzte die Begehung, um sich ein Bild von dem Ort in Bezug zu seiner Installation zu machen. Von welchen Stellen werden die Festivalbesucher die Installation sehen können? Inwiefern muss die schiere Größe des Raumes bei der Projektion berücksichtigt werden? Ist eher die Ruhmeshalle oder Krypta für die Installation geeignet?

Der Direktor führte uns durch die verschiedenen Teile des Denkmals, die die Besucher des Festivals später ebenfalls durchwandeln werden. Nach der Krypta betraten wir den Fundamentbereich des Völkerschlachtdenkmals, der sich im Rahmen der aufwendigen Sanierungsarbeiten im Ausbau befindet und sich uns im Rohbauzustand präsentierte. Da dieser Teil bis heute Besuchern nicht zugänglich ist, lernten wir somit eine neue Seite des Denkmals kennen. Und ich muss sagen, das war wirklich sehr beeindruckend. Natürlich ist es nicht überraschend, dass ein so massives und großes Denkmal ein entsprechendes Fundament benötigt. Allerdings ist es tatsächlich überwältigend, die riesigen Säulen und Verstrebungen zu sehen und sich gleichzeitig bewusst zu machen, wieviel Denkmal von eben diesen getragen wird. Dabei muss man sich vor Augen führen, dass dieser Bereich so tief ist, dass man mehrere offene Etagen entlang der Säulen baute. Dazu das spärliche Licht der Baulampen und diffuse Geräusche entfernter Baumaschinen - Gänsehaut. Stellt man sich dazu die Komposition von Hannes Seidl vor, schießen einem fast die Tränen der Vorfreude ins Auge. Damit ihr einen ersten Eindruck erhalten könnt, habe ich ein paar Fotos eingestellt, die jedoch leider nicht die schiere Größe des Fundamentbereichs einfangen.

Abschließend begutachteten wir die Ruhmeshalle. Auch hier stellten sich organisatorische und technische Fragen bezüglich der visuellen und akustischen Installationen. Dabei streute der Direktor Steffen Poser hier und da ein kleine Anekdote zu Historie und Sanierung des Völkerschlachtdenkmals ein. Danach ging es gleich in den Anatomie-Hörsaal der Uni Leipzig. Davon werde ich euch in meinem nächsten Artikel berichten.

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